Immobilien in der Zwangsversteigerung in Schweinfurt

Informationen zu Zwangsversteigerungen in Schweinfurt

Wer ist zuständig für Zwangsversteigerungen in Schweinfurt?

Die Versteigerungen finden in öffentlichen Sitzungen des Amtsgerichts statt, in dessen Bezirk das zu versteigernde Objekt liegt.
Für Schweinfurt ist das Amtsgericht Schweinfurt zuständig.

Adresse
Amtsgericht Schweinfurt

Amtsgericht Schweinfurt
Jägersbrunnen 6
97421 Schweinfurt (Hausanschrift)

Postfach 4040
97408 Schweinfurt (Postanschrift)

Barrierefreier Zugang:
Der barrierefreie Zugang zum Gebäude ist gewährleistet.

Telefon: 09721 / 542-0
Telefax: 09721 / 542-190

Sprechzeiten in allen Abteilungen:
Montag bis Freitag: 08:00 bis 12:00 Uhr


Telefon: +49 09721 / 542-0

Mehr Informationen findest du auf der Webseite des Amtsgericht Schweinfurt.

Wie kann eine Sicherheitsleistung erbracht werden?

Die Sicherheitsleistungen bei der Zwangsversteigerung können Sie wie folgt erbringen:

  1. durch Vorlage von Bundesbankschecks oder Verrechnungsschecks, die frühestens am 3. Werktag vor dem Versteigerungstermin von einer Bank oder Sparkasse ausgestellt worden sind.
  2. durch unbefristete, unbedingte und selbstschuldnerische Bürgschaft eines Kreditinstituts
  3. durch Überweisung auf das Konto der Justizkasse, mindestens fünf bis zehn Werktage vor dem Versteigerungstermin (abhänig vom Amtsgericht)
Eine Barzahlung ist in der Regel nicht mehr möglich. Beachten Sie das es einige Zeit (mind. 1 Woche) dauert bis Sie geleistete Sicherheitsleistungen zurück erhalten. Bei einigen Gerichten müssen Sie bei der Überweisung das Aktenzeichen angeben, die Sicherheitsleistung gilt dann meist nur für diesen Vorgang und kann bei einer anderen Versteigerung nicht geltend gemacht werden.

Mehr Tipps zum Thema Zwangsverteigerungen in Schweinfurt

In unseren 18 Tipps für Zwangsversteigerungen erfährst du viele Interessante Hinweise um dich auf einen Zwangsversteigerungstermin für deine gewünschte Immobilie in Schweinfurt vorzubereiten.

Hinweise für Bieter

  1. Jeder Bieter muss sich durch Vorlage eines gültigen Personalausweises oder Reisepasses ausweisen.
  2. Wer für einen anderen bietet, muss eine notariell beglaubigte Vollmacht vorlegen, die zum Bieten ermächtigt.
  3. Mehrere Personen können nur gemeinsam bieten, ihr Gemeinschaftsverhältnis (Bruchteilsgemeinschaft, Gesellschaft bürgerlichen Rechts) ist dabei anzugeben.
  4. Jeder Bieter muss damit rechnen, dass eine Sicherheitsleistung in Höhe von 10 % des Verkehrswertes verlangt wird.
  5. Die Bietzeit dauert mindestens 30 Minuten. Der Versteigerungstermin wird aber bei Abgabe weiterer Gebote über diese Zeit hinaus durchgeführt.
  6. Wenn das Meistgebot unter 5/10 des Verkehrswertes bleibt, kann der Zuschlag in einem ersten Versteigerungstermin nicht erteilt werden.
  7. Wenn das Meistgebot unter 7/10 des Verkehrswertes bleibt, kann ein Gläubiger Antrag auf Versagung des Zuschlags stellen. Der Zuschlag muss dann versagt werden, eine Ermessensentscheidung des Gerichts gibt es dabei nicht. Darüber hinaus hat die Gläubigerin weitere Möglichkeiten, die Erteilung des Zuschlags zu verhindern (z.B. wenn ihr das Meistgebot zu niedrig ist).
  8. Die Versteigerung erfolgt unter Ausschluss der Gewährleistung – keine Haftung für Sach- oder Rechtsmängel.
  9. Für den Ersteher besteht eine Einstandspflicht für Mietkautionen.
  10. Bei Wohnungseigentum haftet der Ersteher ab Zuschlag für das Wohngeld und Kostenbeiträge, über die die WEG-Gemeinschaft nach Zuschlag beschlossen hat.
  11. Die Umschreibung des Eigentums im Grundbuch auf den Ersteher wird erst veranlasst, wenn (nach Zahlung der Grunderwerbsteuer) die steuerliche Unbedenklichkeitsbescheinigung des Finanzamts für Verkehrsteuern und Grundbesitz dem Versteigerungsgericht vorgelegt wird.
  12. Der Ersteher hat mit folgenden Kosten zu rechnen:
    1. Sein Meistgebot
    2. Zinsen auf das Meistgebot für die Zeit vom Zuschlag bis zum Verteilungstermin (ca. 6 bis 8 Wochen)
    3. Grunderwerbsteuer
    4. Gerichtskosten für den Zuschlag
    5. Gerichtskosten für die Eigentumsumschreibung im Grundbuch

Alle Angaben ohne Gewähr. Beachten Sie die Angaben und Bieterhinweise des zuständigen Amtsgerichtes.

Über Schweinfurt

Schweinfurt (vmtl. von altniederländisch Swin, schweinfurterisch: Schweifert) ist eine kreisfreie Stadt im Regierungsbezirk Unterfranken des Freistaats Bayern. Die Industriemetropole und Hafenstadt am Main ist Oberzentrum, Verwaltungssitz des Landkreises Schweinfurt, wichtiger Behördenstandort, Hochschul- und Kunststadt sowie Sitz eines Fraunhofer-Instituts. Schweinfurt besteht, als deutsche Ausnahme, fast nur aus der Kernstadt, weshalb die Einwohnerzahl keinen Vergleichsmaßstab bietet. Die Agglomeration hat 100.200 (2018) und das Einzugsgebiet der Stadt 759.000 Einwohner. Zu ihm gehören die Region Main-Rhön, geprägt durch Naturparks, Kurbäder und Landadel (Deutscher Burgenwinkel) und der mittlere Teil Südthüringens. Schweinfurt wurde 791 erstmals urkundlich erwähnt und gehört zu den ältesten Städten Bayerns. Seit über 1000 Jahren wird Weinbau betrieben. Um das Jahr 1000 beherrschten die Markgrafen von Schweinfurt weite Teile Nordbayerns. Vom 12. Jahrhundert bis 1802 war Schweinfurt Reichsstadt, um 1700 ein humanistisches Zentrum und 1770 begann die 250-jährige Industriegeschichte. Im Zweiten Weltkrieg erlitten die Amerikaner ihre größte Luftniederlage über der Stadt, die durch die Wiedervereinigung stark an Zentralität gewann und zu einem Autobahnknoten in der deutschen Mitte wurde. Durch Überwindung der Strukturkrise um 1992 wurde die Stadt nicht deindustrialisiert und hat die höchste Arbeitsplatzdichte (2015) und das dritthöchste Bruttoinlandsprodukt je Einwohner Deutschlands (2014). Der größte Wälzlager-Konzern der Welt SKF, der zweitgrößte Schaeffler, der zweitgrößte Automobilzulieferer der Welt ZF Friedrichshafen und der DAX-Konzern Fresenius Medical Care haben ihre größten Werke in Schweinfurt. Weltbedeutende Erfindungen stammen aus der Stadt am Main: das Tretkurbel-Fahrrad von Philipp Moritz Fischer (1853), Fahrradfreilauf (1889) und Rücktrittbremse (1903) von Ernst Sachs und Inlineskates als Serienprodukt von SKF (1978). In Schweinfurt wurde 1652 die älteste dauerhaft existierende naturforschende Akademie der Welt gegründet, die Deutsche Akademie der Naturforscher Leopoldina; sie hat heute ihren Sitz in Halle (Saale) und wurde 2008 Nationale Akademie der Wissenschaften.

Quelle: wikipedia.org